Psychotest

Holland-Berufsinteressentest

60 Fragen zeigen Ihre Verteilung auf die sechs RIASEC-Berufsinteressen-Dimensionen und ergeben Ihren dreistelligen Holland-Code.

Dieser Test dient der Berufsorientierung und Unterhaltung, er ist keine Eignungsprüfung und sollte nicht die alleinige Grundlage für die Studien- oder Berufswahl sein.

Test starten

Wählen Sie bei jeder Tätigkeit, wie gerne Sie sie ausüben. Antworten Sie intuitiv, ohne an „Kann ich das?“ oder „Verdient man damit Geld?“ zu denken.

Über Hollands Theorie der Berufsinteressen

Was sind die sechs Dimensionen?

Der amerikanische Psychologe John Holland stellte in den 1950er-Jahren seine Theorie der Berufsinteressen auf. Ihr Kern: Menschen werden von Arbeitsumgebungen angezogen, die ihrem Interessentyp entsprechen, und die „Passung von Person und Umfeld“ sagt Arbeitszufriedenheit und Stabilität voraus.

Er teilte Berufsinteressen in sechs Dimensionen, kurz RIASEC:

Code Typ Kernmerkmale Typisches Umfeld
R Praktisch Handwerkliche Arbeit, Werkzeuge und Maschinen, konkrete Ergebnisse Technik, Ingenieurwesen, Landwirtschaft
I Investigativ Beobachten und Analysieren, abstrakte Probleme lösen Forschung, Daten, Medizin
A Künstlerisch Kreativer Ausdruck, unkonventionell, originell Design, Medien, Bühne
S Sozial Helfen, Lehren, Zusammenarbeiten Bildung, Gesundheit, Soziales
E Unternehmerisch Überzeugen, Führen, Ziele erreichen Vertrieb, Management, Gründung
C Konventionell Ordnung, Prozesse, Genauigkeit Verwaltung, Rechnungswesen, Betrieb

Der dreistellige Holland-Code

Die drei Dimensionen mit den höchsten Werten bilden Ihren dreistelligen Code, etwa SAE, RIC oder ECR. Die erste Stelle ist die Hauptrichtung, die zweite und dritte ergänzen, in welchem Umfeld Sie sich am besten entfalten.

In der Praxis versehen Berufsdatenbanken wie O*NET jeden Beruf mit einem Holland-Code und filtern anschließend nach der „Ähnlichkeit von Personen- und Berufscode“. Darauf stützen sich auch die Berufsrichtungen, die dieser Test vorschlägt.

Die Anordnung der sechs Typen

Holland ordnete die sechs Typen in einem Sechseck an: Benachbarte Typen hängen stärker zusammen, gegenüberliegende unterscheiden sich am stärksten:

  • Benachbart: R–I, I–A, A–S, S–E, E–C, C–R
  • Gegenüber: R–S, I–E, A–C

Ist Ihr Code also RIC (drei benachbarte Typen), sind Ihre Interessen ziemlich konzentriert. Bei einer diagonalen Kombination wie RSA sind Ihre Interessen breiter gestreut, und Sie müssen bei der Berufswahl mehr gegeneinander abwägen.

Häufige Missverständnisse

  • Das ist ein Leistungstest: Nein. Es misst Interessen, nicht Ihre Fähigkeiten.
  • Nur der Typ mit dem höchsten Wert zählt: Nein. Die Interessen der meisten Menschen sind gemischt, zweite und dritte Stelle sind ebenso wichtig.
  • Interessen ändern sich nie: Nein. Interessen wandeln sich mit Erfahrung und Lebensphase, ein erneuter Test nach einigen Jahren ist empfehlenswert.

Häufige Fragen

Ist dieser Test wissenschaftlich fundiert?
RIASEC ist ein in der Berufspsychologie breit genutztes Modell und eine der Grundlagen von Berufsdatenbanken wie O*NET. Die Fragen dieses Tests sind danach adaptiert und vereinfacht; sie eignen sich zur Berufsorientierung, sind aber kein standardisiertes Auswahlverfahren.
Warum genau 60 Fragen?
Zehn Fragen je Dimension reichen aus, um Interessenrichtungen stabil zu unterscheiden, und halten die Bearbeitungszeit zugleich unter fünf Minuten. Vollständige Forschungsskalen sind meist deutlich länger.
Wofür steht mein dreistelliger Code?
Die erste Stelle ist Ihre stärkste Interessenrichtung, die zweite und dritte ergänzen, in welchem Umfeld Sie am besten arbeiten. Ein S an erster Stelle bedeutet etwa, dass Sie Arbeit mit Menschen bevorzugen, wobei die konkreten Stellen für SAE und SEC sehr unterschiedlich sind.
Was tun, wenn die Werte sehr nah beieinander liegen?
Liegen die besten Werte nur knapp auseinander, sind Ihre Interessen gemischt. Schauen Sie dann auf die zweite und dritte Stelle und informieren Sie sich über den tatsächlichen Berufsalltag, statt sich nur auf die Typbezeichnungen zu verlassen.
Kann ich damit entscheiden, was ich studieren soll?
Als Ausgangspunkt ja, als alleinige Grundlage nein. Bei der Studienwahl zählen ebenso Fähigkeiten, Werte, Arbeitsmarkt und reale Rahmenbedingungen. Sinnvoll ist die Kombination mit Gesprächen mit Berufstätigen oder einem Praktikum.