Dieses Werkzeug ist aus der hölzernen Radmethode (mulun xiangfa) aufgebaut, die im Sutra der Divination über guten und schlechten Karmalohn (Zhancha shan'e ye bao jing), übersetzt von Bodhiruci der Sui-Dynastie, überliefert ist. Es rekonstruiert die Drei-Rad-Methode des Sutras als digitale Hilfe, damit Struktur und Phasenbeurteilung leicht verständlich sind.
Was ist die Drei-Rad-Methode?
Im Sutra lehrt der Bodhisattva Kṣitigarbha (Erdschatz) die hölzerne Radmethode, damit alle Wesen - Laien wie Ordinierte - „die von Geburt, Alter, Krankheit und Tod befreit werden und vom Leiden zum Glück gelangen wollen", das Karma durch zehn, drei und sechs Räder in drei Rädern prüfen:
- Erstes Rad: zehn Räder, die prüfen, welche der zehn guten und zehn bösen Karmasamen aus vergangenen Leben nun „manifest" oder „nicht manifest" sind.
- Zweites Rad: Körper-, Sprach- und Geistesräder (langes Rot, kurzes Rot, langes Schwarz, kurzes Schwarz), die Menge, Gewicht und Distanz - viel/wenig, schwer/leicht, fern/nah - des manifesten Karmas lesen.
- Drittes Rad: sechs Räder, jedes mit drei Zahlflächen und einer leeren; dreimal werfen, die Zahlen summieren und einer von 189 Phasen karmischer Unterscheidung zuordnen, die den Lohn der drei Leben anzeigt.
Warum eine digitale Hilfsversion?
- Physische Räder erfordern fachgerechte Herstellung, Reueriten und aufrichtiges Werfen; die digitale Version rekonstruiert nur „Algorithmus und Phasenurteil" und lässt Rad und Ritusform weg.
- Digitale Zufälligkeit unterscheidet sich vom physischen Werfen: die physische Phase hängt von der Aufrichtigkeit ab, und ist sie nicht entsprechend, soll man neu rezitieren und neu deuten; die digitale Version dient nur dem Vertrautwerden mit der Sutra-Struktur, nicht als Urteil.
- Das Sutra sagt klar: Eine Phase „heißt entsprechend, wenn sie mit dem Lohn dieses Lebens und dem erlebten Leiden-Freude und Glück-Unglück übereinstimmt; stimmt sie nicht überein, bedeutet das mangelnde Aufrichtigkeit und heißt falsch".
Wie nutzt man es zur Selbstreflexion?
- Lies zuerst die Ritzusammenfassung und verstehe, dass „Divination" in Reue und reinem Glauben wurzelt, nicht im Gewinnen beim Wahrsagen.
- Das erste Rad zeigt, ob Karmasamen manifest werden; das zweite zeigt Gewicht und Distanz von Körper/Sprache/Geist; das dritte zeigt die Kategorie des Lohnes der drei Leben.
- Eine sehr kleine (z. B. „eins") oder sehr große (z. B. „189") Zahl ist äußerst selten; die Ausleger sagen, die Sache, die sie anzeigt, sei umso erhabener - sieh es als Ermutigung, „aufrichtig zu bereuen und große Gelübde zu fassen".
Die Divinationsmethode ist letztlich „Hindernisse beseitigen, reinen Glauben mehren und die Richtung der Reue weisen" - nutze sie zur Selbstbetrachtung, nicht zum Wahrsagen.