Was ist der Fear & Greed Index?
Der Fear & Greed Index misst die dominierende Emotion, die einen Markt antreibt — Angst oder Gier — auf einer Skala von 0 (Extreme Angst) bis 100 (Extreme Gier). Er basiert auf der Idee, dass übermäßige Angst die Preise unter den fairen Wert drückt, während übermäßige Gier sie weit darüber treibt. Viele Anleger behandeln extreme Werte daher als konträre Signale.
Diese Seite deckt fünf Märkte ab: US-Aktien (S&P 500), A-Aktien (CSI 300), Hongkong (Hang Seng Index), Japan (Nikkei 225) und Krypto.
Wie der Index jedes Marktes berechnet wird
Krypto verwendet den offiziellen täglichen Fear & Greed Index von alternative.me, der Volatilität, Marktmomentum, soziale Medien, Bitcoin-Dominanz, Google Trends und Umfragen zu einem 0–100-Wert zusammenführt.
Für die vier Aktienmärkte gibt es keinen standardmäßigen öffentlichen Index, daher berechnen wir ihn serverseitig aus täglichen OHLC-Daten (Eastmoney). Jeder Handelstag erzeugt drei Komponenten:
- Momentum (40%) — wo sich der Schlusskurs innerhalb seiner 60-Tage-Spanne befindet. Nahe dem oberen Ende = Gier; nahe dem unteren Ende = Angst. (0–100)
- Volatilität (30%) — die 20-Tage-Realvolatilität (annualisiert), bewertet nach ihrem Perzentil innerhalb des letzten Jahres und invertiert: Je höher die heutige Volatilität eingestuft wird, desto mehr Angst trägt sie bei. (0–100)
- Drawdown (30%) — der heutige Schlusskurs als Prozentsatz des 1-Jahres-Hochs. Nahe dem Hoch = Gier; weit darunter = Angst. (0–100)
Der endgültige Index ist der gewichtete Durchschnitt: 0,4 × Momentum + 0,3 × Volatilität + 0,3 × Drawdown, gerundet auf eine ganze Zahl auf der 0–100-Skala.
Die CNN-Version für den Aktienmarkt (Referenz)
Der ursprüngliche Index wurde von CNN Money für den US-Aktienmarkt erstellt. Er mittelt sieben gleichgewichtete Indikatoren:
- Kursmomentum — der S&P 500 gegenüber seinem 125-Tage-Durchschnitt.
- Kursstärke — Anzahl der NYSE-Aktien mit 52-Wochen-Hochs gegenüber 52-Wochen-Tiefs.
- Kursbreite — Handelsvolumen in steigenden gegenüber fallenden Aktien.
- Put/Call-Verhältnis — Volumen bearisher Put-Optionen gegenüber bullisher Call-Optionen.
- Marktvolatilität — der VIX gegenüber seinem 50-Tage-Durchschnitt.
- Nachfrage nach sicheren Häfen — Renditedifferenz zwischen Aktien und Staatsanleihen über 20 Handelstage.
- Nachfrage nach Junk Bonds — Renditespanne zwischen Junk Bonds und Investment-Grade-Anleihen.
Jeder Indikator wird gegenüber seinem historischen Bereich von 0 bis 100 bewertet; der endgültige Index ist der einfache Durchschnitt der sieben Werte. Unsere berechneten Indizes verwenden ein einfacheres, transparentes Drei-Faktoren-Modell, weil die Breiten- und Optionsdaten hinter der CNN-Version nicht für alle Märkte frei verfügbar sind.
So liest man den Index
- 0–24 Extreme Angst: Anleger verkaufen in Panik; der Markt könnte unterbewertet sein — historisch oft eine gute Einstiegszone.
- 25–44 Angst: Pessimismus dominiert.
- 45–55 Neutral: ausgewogene Stimmung.
- 56–75 Gier: Optimismus dominiert.
- 76–100 Extreme Gier: Euphorie; der Markt könnte überbewertet sein — Vorsicht vor Korrekturen.
Denken Sie daran: Der Index ist ein Stimmungsthermometer, keine Vorhersage. Extreme Werte können wochen- oder monatelang anhalten und sollten mit anderen Analysen kombiniert werden.